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Synchroverein Bern

Wettkampf

Je nach Wettkampf werden im Synchronschwimmen reine Kürwettkämpfe (freie und technische Kür) oder Kür- und Pflichtwettkämpfe durchgeführt. Die Leistung jeder einzelnen Schwimmerin im Pflichtwettkampf (und/oder das Resultat der technischen Kür) und die Kürnote der freien Kür ergeben zusammen das Schlussresultat.

Die Wettkampfbestimmungen gelten international und werden alle 4 Jahre von der FINA festgelegt.

Kürwettkampf

Ein Kürwettkampf wird unterteilt in Solo (eine Schwimmerin), Duett (zwei Schwimmerinnen) und Gruppe (vier bis acht Schwimmerinnen). Neu gibt es auch die Free Routine Combination, wo sich in einer Kür, Solo, Duett und Gruppe immer wieder abwechseln.

Ausserdem gibt es die freie Kür und die technische Kür (auch Kurzkür genannt). Für beide Arten der Kür gilt, die Form der Musik, den Rhythmus, die Dynamik, die Melodie oder auch die Thematik zu erkennen und sie gekonnt und präzise in Bewegung umzusetzen.

Eine Kür wird üblicherweise an Land begonnen, jedoch darf der „Landtanz“ nicht länger als 10 Sekunden dauern.

Die freie Kür ist, wie der Name schon sagt frei. Zu frei gewählter Musik werden Arm- und Beinkombinationen, Schwimmzüge und Formationsverschiebungen synchron untereinander und zur Musik gezeigt. Es dürfen auch Hebefiguren, Kettenreaktionen, Paarübungen und Spiegelbildeffekte gezeigt werden – der Choreographie sind keine Grenzen gesetzt. Die Zeitdauer der Vorführungen reicht von drei Minuten im Solo über  drei Minuten dreissig Sekunden im Duett, bis vier Minuten im Gruppenwettbewerb (+/- 15 Sekunden).

In der technischen Kür darf zwar die Musik ebenfalls frei gewählt werden, die Choreographie muss aber eine Anzahl vorgegebener Elemente enthalten. Diese Elemente müssen in einer bestimmten Reihenfolge geschwommen werden. Die Zeitdauer beträgt für das Solo zwei Minuten, für das Duett zwei Minuten  zwanzig Sekunden  und für die Gruppe zwei Minuten fünfzig Sekunden (+/- 10 Sekunden).

Der Badeanzug und der Kopfschmuck („Krönli“) dürfen für den Kürwettkampf freigewählt werden. Meistens werden die Kostüme der Musik angepasst, um dem Publikum und den Richtern das Thema der Kür besser vermitteln zu können. Bewertet werden dürfen die Kostüme  aber natürlich nicht.

Die Küren bleiben das ganze Jahr über die gleichen. Während Monaten werden sie bis ins Detail definiert und perfektioniert. Eine anstrengende Kür zu schwimmen und dabei trotzdem ein Gefühl der Mühelosigkeit zu vermitteln,  ist sehr schwer. Um die Anforderungen an die Kraft und Ausdauer der Schwimmerinnen während einer drei- bis vierminütigen Kür sich ermessen zu können, sollte man sich einmal vorstellen, was es bedeutet, so lange zu laufen und nur ab und zu dabei zu atmen.

Text übernommen von Michelle Weder, SC Flös-Buchs

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Pflichtwettkampf

Das Beherrschen von Figuren basiert auf einer Vielzahl spezieller Paddeltechniken, die erlernt und automatisiert werden müssen.

Im Synchronschwimmen existieren 171 Figuren, die von der FINA definiert und detailliert beschrieben wurden. Die Figurenvielfalt des Synchronschwimmens ergibt sich aus der Kombination von Grundpositionen (z.B. gestreckt, gehechtet) und den Grundbewegungen (z.B. Drehungen, Schrauben, Salti) und erlaubt ständig neue Kombinationen.

Die FINA bestimmt alle vier Jahre zwei obligatorische Figuren und acht Wahl-Figuren (vier Gruppen à zwei Figuren). Die zwei Wahl-Figuren werden kurz vor dem Wettkampf zu den zwei obligatorischen Figuren zugelost.

Jede Schwimmerin muss alle vier Pflichtfiguren einzeln vortragen. Für den Pflichtwettkampf werden schwarze Badekleider und weisse Badekappen verlangt.

Text übernommen von Michelle Weder, SC Flös-Buchs

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Bewertung

Jede Kürvorführung wird von einem Kampfgericht bestehend aus sieben Wertungsrichtern/innen mit Punkten auf einer Skala von 1 – 10 benotet (mit Zehntelsnoten).

Perfekt10
Beinahe perfekt9.5 – 9.9
Exellent9.0 – 9.4
Sehr gut8.5 – 8.9
Gut7.0 – 7.9
Kompetent6.0 – 6.9
Genügend5.0 – 5.9
Mangelhaft4.0 – 4.9
Schwach3.0 – 3.9
Sehr schwach2.0 – 2.9
Knapp erkennbar0.1 – 1.9
Nicht ausgeführt0

In der freien Kür setzt sich die Bewertung zu 50% aus dem technischen Wert und zu 50% aus dem künstlerischen Eindruck zusammen. Bewertungskriterien für den technischen Wert sich Ausführung, Schwierigkeit und Synchronisation. Für den künstlerischen Eindruck werden die Choreographie, die Interpretation der Musik und die Art und Weise der Vorführung bewertet.

Die höchsten und niedrigsten Noten werden gestrichen. Für den technischen Wert sie auch den künstlerischen Einruck wird der Durchschnitt der verbleibenden Wertungsrichternoten mit 5 multipliziert. Die Addition des technischen Werts und des künstlerischen Eindrucks ergibt die Kürnote.

Die Bewertung der technischen Kür besteht zu 50% aus dem technischen Wert und zu 50% aus dem Gesamteindruck. Die Bewertungskriterien für den technischen Wert sind die obligatorischen Elemente, die nach den Bewertungskriterien von Pflichtfiguren bewertet werden. Der Rest der Kür wird in der zweiten Note bewertet und zwar mittels der Bewertungskriterien Schwierigkeit, Choreographie, Synchronisation und Art und Weise der Vorführung. Die höchsten und niedrigsten Noten werden wiederum gestrichen. Für den technischen Wert wie auch den Gesamteindruck wird der Durchschnitt der verbleibenden Wertungsrichternoten mit 5 multipliziert. Die Addition des technischen Werts und des Gesamteindruckes ergibt die Kürnote.

Bei der Pflicht reicht die Punktewertung ebenfalls von 0 –10 unter Anwendung von Zehntelspunkten. Die vier Figuren müssen möglichst präzise, den von der FINA vorgeschriebenen Kriterien zu Folge ausgeführt werden.

Ein Kampfgericht mit fünf Richter/innen achtet dabei auf Ausführung (Winkel, Spannung) und Kontrolle (Rhythmus, Höhe) die je zur Hälfte zählen. Jeder Teil der Uebung muss klar ersichtlich und in gleichmässigem Tempo ausgeführt werden, ausser wenn in der Beschreibung etwas anderes angegeben ist.

Die höchste und die niedrigste Note werden wiederum gestrichen und der verbleibende Durchschnitt mit dem Schwierigkeitsgrad der betreffenden Figur (bei jeder Figur verschieden) multipliziert, um das Pflichtresultat jeder einzelnen Figur zu ermitteln.

Die Summe aus allen vier Pflichtresultaten ergibt das Endresultat der Pflicht.

Je nach Wettkampf setzt sich das Gesamtresultat verschieden zusammen:

  • Bei zwei geschwommenen Disziplinen zählen für die Gesamtnote die Pflicht (bzw. technische Kür) und die freie Kür zu je 50%.
  • Bei drei geschwommenen Disziplinen zählen für die Gesamtnote das Pflichtresultat und die technische Kür je 25 % und das Resultat aus der freien Kür 50%.

Wer sich mit diesem Endresultat unter den ersten zwölf qualifiziert, darf im Kürfinal teilnehmen. Dieser zählt in den meisten Fällen 100%.

Text übernommen von Michelle Weder, SC Flös-Buchs

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